Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz enthält eine Gebührentabelle, aus der sich die volle Gebühr für jeden Gegenstandswert ablesen lässt. Diese Gebührentabelle ist degressiv gestaltet, d. h. je höher der Streitwert, desto geringer ist sozusagen der prozentuale Satz der Anwaltsgebühren.

Die Bestimmung des Gebührensatzes innerhalb des gesetzlich vorgegebenen Gebührenrahmens erfolgt nach bestimmten Kriterien; das Gesetz nennt insbesondere den Umfang und die Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit, die Bedeutung der Angelegenheit sowie die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers.

Es ist nicht allein entscheidend, welchen zeitlichen Umfang die Angelegenheit hat und um welche Rechtsfragen gestritten wird,ob sie einfach oder schwierig zu beantworten sind. Der Streitwert richtet sich entweder unmittelbar nach den finanziellen Ansprüchen, die zwischen den Parteien streitig sind oder aber danach, welchen wirtschaftlich-finanziellen Wert für Sie und die Gegenseite ein Streit haben könnte.