Die Gebühren für die Tätigkeit eines Rechtsanwalts bemessen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) mit dem zugehörigen Vergütungsverzeichnis (VV). Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, seine Vergütung vorab in groben Zügen zu besprechen bzw. zu erläutern, soweit das zu Beginn einer Beauftragung überhaupt möglich ist. Diese Hinweise und Bemerkungen sollen dabei helfen.

Vor der Mandatsübernahme wird in vielen Fällen eine Vereinbarung über die Vergütung - auch für Ihre eigene Sicherheit - schriftlich abgeschlossen.

Seit Mitte 2008 ist auch die Vereinbarung eines sog. Erfolgshonorars im Einzelfall zulässig. Diese Möglichkeit besteht aber nur, wenn anderenfalls der Auftraggeber auf Grund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse von der Rechtsverfolgung abgehalten würde. Anwendungsfälle können etwa Arzthaftungssachen mit hohen Streitwerten sein. Es ist dann möglich zu vereinbaren, dass die Vergütung gestaffelt wird und das volle Honorar des eigenen Anwalts nur bei uneingeschränktem Erreichen des Verfahrensziels verlangt werden kann. Sonstige Rechtsverfolgungskosten des Mandanten darf der Rechtsanwalt dagegen nicht übernehmen.

Grundlage der Abrechnung ist der Gegenstandswert der Angelegenheit. Dieser Wert wird entweder vom Gericht festgesetzt oder von mir bestimmt bzw. ausdrücklich als Mindestsatz in einer Honorarvereinbarung festgelegt. Wenn verschiedene Angelegenheiten zu behandeln sind, werden die Gegenstandswerte dieser Angelegenheiten zusammengerechnet. Möglich ist auch die Vereinbarung einer Pauschalvergütung oder eines Honorars nach Zeitaufwand des Rechtsanwalts.